Deine Angaben

Manches kann kein Tool aus einem Broker-Export ableiten – es steht schlicht nicht drin. capi.tax rät in diesen Fällen bewusst nicht, sondern fragt dich. Diese Seite zeigt, wo deine Angabe gebraucht wird und warum sie das Ergebnis verändert.

Grundregel: Lieber ein sichtbarer Hinweis als eine stille Annahme in einer Steuerzahl. Alles, was du ergänzt, wird als eigener, nachvollziehbarer Eintrag mit Begründung geführt und lässt sich im Prüfpfad wieder nachlesen.

Fondsart festlegen

Ob ein Fonds als Aktien-, Misch- oder Immobilienfonds gilt, entscheidet über die Teilfreistellung – also darüber, welcher Anteil deiner Fondserträge von vornherein steuerfrei bleibt (30 %, 15 %, 60 % bzw. 80 %). Diese deutsche Einordnung steht in keinem Broker-Export: Interactive Brokers und Tastytrade kennen sie nicht.

Deshalb ordnest du betroffene Wertpapiere selbst einer Kategorie zu – Aktien, Investmentfonds, Mischfonds oder Immobilienfonds. Maßgeblich sind die Anlagebedingungen des Fonds, nicht die Zusammensetzung an einem einzelnen Tag. Ohne deine Angabe rechnet capi.tax nicht mit einer stillen Vermutung, sondern weist dich darauf hin.

Fehlende Eröffnung ergänzen

Verkaufst du 2025 etwas, das du 2024 gekauft hast, aber lädst nur den Export für 2025 hoch, fehlt dem Verkauf sein Gegenstück. FIFO kann dann keine Anschaffungskosten zuordnen – das Geschäft bleibt im Prüfpfad als nicht zugeordnet stehen und geht nicht in die Summen ein.

Zwei Wege führen heraus: einen Export wählen, der bis zur Eröffnung zurückreicht – oder die fehlende Eröffnungsposition selbst nachtragen (Stückzahl, Betrag, Datum). Danach rechnet capi.tax das Geschäft normal mit.

Einzelne Position nachtragen

Ähnlich, aber allgemeiner: Stammt ein Bestand aus einem Depotübertrag von einem anderen Broker, kennt capi.tax weder Kaufdatum noch Anschaffungskosten. Beides kannst du als manuelle Position ergänzen – gerade der Anschaffungszeitpunkt ist wichtig, weil er die FIFO-Reihenfolge und bei Altbeständen den Bestandsschutz bestimmt.

Was capi.tax dir nicht abnehmen kann

Ein paar Dinge bleiben bewusst außerhalb des Tools:

  • Rücknahmepreise für die Vorabpauschale. Jahresanfangs- und Jahresendwert eines Fonds liefern die Broker-Daten nicht mit; sie stammen von der Fondsgesellschaft.
  • Einlagenrückgewähr. Ob eine „Return of Capital"-Zahlung einer US-Gesellschaft steuerlich als Einlagenrückgewähr gilt, lässt sich nicht automatisch entscheiden – dafür gibt es ein eigenes Verfahren beim Bundeszentralamt für Steuern.
  • Dein Freibetrag und deine persönliche Lage. Sparer-Pauschbetrag, Günstigerprüfung oder Kirchensteuer hängen von dir ab, nicht von deinem Depot. capi.tax zeigt deshalb die Bemessungsgrundlage, nicht deine fertige Steuer.

Warum das gut so ist

Jede dieser Angaben ist ein Punkt, an dem ein automatisches Tool raten könnte – und an dem ein falscher Rateschritt still in eine Zahl wandert, die du dem Finanzamt meldest. capi.tax macht die Lücke stattdessen sichtbar und überlässt dir die Entscheidung, mit einer Begründung, die später noch nachvollziehbar ist.

capi.tax bereitet deine Daten auf und ist keine Steuerberatung. Bitte prüfe die Zahlen und wende dich für deinen persönlichen Fall an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.

Keine Steuerberatung - nur Datenaufbereitung — Dieses Tool dient ausschließlich der Aufbereitung deiner Transaktionsdaten und stellt keine Steuerberatung dar. Die Berechnungen erfolgen automatisiert und ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko; für die Korrektheit deiner Steuererklärung bist allein du verantwortlich. Prüfe alle Ergebnisse eigenständig und ziehe im Zweifel einen Steuerberater hinzu. Eine Haftung für Schäden aus der Nutzung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

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