Die FIFO-Methode

Wenn du Anteile verkaufst, die du zu verschiedenen Zeitpunkten gekauft hast – welcher Kauf zählt dann? Das deutsche Steuerrecht gibt eine klare Antwort: Die ältesten Anteile gelten immer als zuerst verkauft. Das ist die FIFO-Methode (first in, first out), und capi.tax wendet sie automatisch für dich an.

Ein einfaches Bild

Stell dir deine Anteile in der Reihenfolge vor, in der du sie gekauft hast – wie Menschen in einer Schlange. Beim Verkauf sind die vordersten zuerst dran: deine ältesten Anteile. Eine andere Reihenfolge kannst du nicht wählen; das Gesetz schreibt sie vor (§ 20 Abs. 4 EStG). Jedes Unternehmen und jeder Fonds hat dabei eine eigene Schlange.

Ein Beispiel

Angenommen, du kaufst zweimal Apple-Anteile und verkaufst dann einen Teil:

  • Im Januar kaufst du 100 Anteile zu 150 $.
  • Im März kaufst du 50 weitere zu 160 $.
  • Im Mai verkaufst du 75 Anteile zu 170 $.

Weil die ältesten Anteile zuerst gehen, stammen diese 75 verkauften Anteile vollständig aus deinem Januar-Kauf. Der Gewinn wird gegen den Januar-Preis von 150 $ gerechnet – umgerechnet in Euro zum offiziellen Kurs der Deutschen Bundesbank für den jeweiligen Handelstag. Deine übrigen 25 Januar-Anteile und alle 50 März-Anteile bleiben für das nächste Mal im Depot.

Warum das dein Ergebnis beeinflussen kann

Da immer der älteste Kauf zuerst verwendet wird, hängen die Kosten eines Verkaufs von deiner gesamten Historie mit dieser Anlage ab – nicht nur vom letzten Kauf. Lädst du nur einen Teil deiner Historie hoch, kann sich das Ergebnis ändern.

Hat ein Verkauf in deiner Datei keinen passenden Kauf – etwa weil du die Anteile vor Jahren bei einem anderen Broker gekauft hast – weist capi.tax dich darauf hin, damit du den fehlenden Kauf selbst ergänzen kannst.

capi.tax bereitet deine Daten auf und ist keine Steuerberatung. Bitte prüfe die Zahlen und wende dich für deinen persönlichen Fall an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.

Keine Steuerberatung - nur Datenaufbereitung — Dieses Tool dient ausschließlich der Aufbereitung deiner Transaktionsdaten und stellt keine Steuerberatung dar. Die Berechnungen erfolgen automatisiert und ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko; für die Korrektheit deiner Steuererklärung bist allein du verantwortlich. Prüfe alle Ergebnisse eigenständig und ziehe im Zweifel einen Steuerberater hinzu. Eine Haftung für Schäden aus der Nutzung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

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